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Mehr Investitionen ins Bildungssystem – Proteste sind berechtigt

Der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Wolfgang  Methling, erklärt sich mit den protestierenden Studierenden an der Universität Greifswald und deutschlandweit solidarisch:

„Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Studierende protestieren öffentlich gegen die Bedingungen im deutschen Bildungssystem. Durch jahrelange Einsparungen und verkrustete Strukturen ist aus dem einst führenden Lern- und Wissenschaftsstandort Deutschland ein internationales Schlusslicht geworden.

Die Studierenden in Greifswald machen darauf aufmerksam, dass sich ihre Studienbedingungen nicht grundsätzlich verbessert haben. Fehlender studentischer Wohnraum, marode Unterrichtsgebäude, die Studierenden-Professoren-Relation sowie eine zunehmende Verschulung stehen zu Recht in der Kritik. Auch wenn die Landesmittel für die Hochschulen nicht gekürzt wurden, so reichen sie dennoch nicht annähernd aus, um exzellente Bedingungen für Lehre und Forschung zu sichern. Es wird auch bei uns im Land immer noch viel mehr in Beton als in Köpfe investiert.

Die von der Kanzlerin verkündete ‚Bildungsrepublik’ ist noch in weiter Ferne. Vollmundigen Ankündigungen nützen den Hochschulen nichts. Dass die Forderungen der Studierenden z.B. bei den Studiengebühren über ihre eigene Universität hinausgehen, ist gut und zeigt, dass sie über den Tellerrand sehen. Daran sollten sich die Bundes- und Länderregierungen ein Beispiel nehmen. Sie verharren bei der Bildung weiterhin in Kleinstaaterei und Provinzialität. Chancengleicher Zugang zu Bildung und Nutzung aller Bildungsmöglichkeiten unabhängig von der sozialen Situation des einzelnen ist in Deutschland noch lange nicht erreicht.“