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Güstrow ist und bleibt friedlich, bunt und tolerant

Die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch, kritisiert das Bundesintegrationsgesetz, wonach u.a. Geflüchtete von ihren Wohnungen in eine Gemeinschaftsunterkunft wechseln müssen, was auch im Landkreis Rostock zu zahlreichen Umzügen geführt hat.

„Natürlich wissen wir, dass der Landkreis nicht anders handeln kann, aber Gemeinschaftsunterkünfte erschweren die Integration statt dabei zu helfen“, erklärte Frau Larisch am Freitag. Die Privatsphäre, Kontakte zu den Menschen, die vor Ort leben, sowie Mit- und Selbstbestimmungsrechte würden stark eingeschränkt. Die Menschen bräuchten neue Kitaplätze, Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden müssten aufgegeben werden. „Die vielen ehrenamtlich Engagierten, die es überall im Kreis gibt, müssen Familien und Alleinstehende ziehen lassen, das ist für alle Seiten schmerzhaft“, so Frau Larisch. „Einerseits wälzt die Bundesregierung originär staatliche Aufgaben auf das Ehrenamt ab, andererseits missachtet sie den unermüdlichen Einsatz der Menschen.“

Die rechtsnationale Szene im Landkreis habe in dieser Situation nur Hetze und Lügen auf Lager. „Am morgigen Samstag werden sie erneut mit ihren Hassparolen durch die Stadt Güstrow marschieren. Sie schrecken dabei nicht davor zurück, den seit Jahren von der Volkssolidarität organisierten traditionellen Weihnachtsmarkt zu passieren“, so Frau Larisch. „Die Kindergärten bieten immer ein großartiges Programm, das auf ein friedliches und tolerantes Miteinander setzt. Es ist unerträglich, dass sie morgen den Hassparolen ausgesetzt werden. Auch der Jüdische Friedhof und zwei Unterkünfte liegen auf der Route. Wir werden uns dem rechtsnationalen Aufmarsch entschieden entgegenstellen und deutlich machen, dass Güstrow friedlich, bunt, tolerant und demokratisch ist und bleibt.“