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Einreisestopp für Ophelia M. aus Armenien sofort aufheben

Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat sich heute mit Schreiben sowohl an den Ministerpräsidenten Erwin Sellering als auch an den Innenminister des Landes, Lorenz Caffier, gewandt, in denen sie die Aufhebung des dreijährigen Einreiseverbots für Ophelia M. aus Armenien fordert, die nach Erreichen der Volljährigkeit am 24. Januar von ihrer Familie getrennt und nach Armenien abgeschoben wurde.

„Man muss sich die verzweifelte Lage vorstellen, in der sich das Mädchen befindet: getrennt von der Familie, ohne Kenntnis der Sprache und des Landes, ohne Einkommen, lebt sie in ärmsten Verhältnissen bei einer ihr unbekannten älteren Frau und war doch hier in Deutschland integriert und engagiert, besuchte die Schule, dann die Abendschule und hatte auch Arbeit in einem Supermarkt gefunden – ganz zu schweigen von Freunden und Bekannten. Nach unserer Kenntnis hat die junge Frau vor zehn Tagen einen Suizidversuch unternommen. Wenn es tatsächlich dazu gekommen ist, dann tragen wir hier in Deutschland eine Mitverantwortung. Es kann nicht sein, dass Menschen abgeschoben werden, die bei uns Schutz suchen und sich vorbildlich integrieren.

Meine Fraktion erwartet vom Ministerpräsidenten und vom Innenminister unseres Landes, dass alles unternommen wird, um dem Mädchen zu helfen und die Tragödie von Ophelia sofort zu beenden. Zudem muss dieser Fall zum Anlass genommen werden, die Rechtslage zu prüfen und zu ändern, um Wiederholungsfälle auszuschließen. Das, was im Fall Ophelia geschah, mag durch deutsches Recht gedeckt sein. Menschlich, verantwortlich und akzeptabel ist dieser Vorgang nicht. Herr Ministerpräsident und Herr Innenminister: Handeln Sie! Verhindern Sie weiteres Leid und weitere Tragödien!“, fordert Karen Larisch, die migrationspolitische Sprecherin, im Namen ihrer Fraktion.

Briefe..